/ Hanspeter Haller

Pflanzen des Monats Oktober 2026

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Der Bergkakao (Herrania mariae, syn. Theobroma mariae) ist eng verwandt mit dem gewöhnlichen Kakao (Theobroma cacao). Er erreicht eine Höhe von bis zu 9 m und einen Stammdurchmesser von 30cm. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Bergkakaos liegt im nördlichen Südamerika, insbesondere in Kolumbien, Ecuador, Peru und Brasilien. Dass die Blüten direkt am Stamm wachsen, ist ein Phänomen, das oft in den Tropen anzutreffen ist. Es ermöglicht schwerere Bestäuber wie Säugetiere (z.B. Ratten) und auch schwerere Früchte. Die Früchte des Bergkakaos sind tiefer gefurcht als diejenigen des gewöhnlichen Kakaos. Sie sind roh essbar. Botanisch gesehen sind es Panzerbeeren.

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Euyonimus europaeus, das Pfaffenhütchen oder der Spindelstrauch, ist ein einheimischer Strauch, der oft auch als Ziergehölz bei der Gartengestaltung verwendet wird. Seine wunderschönen orange-roten Blüten sind sehr dekorativ. Seine Samen werden gerne von Drosseln und Rotkelchen gefressen und verbreitet. Daher auch der Name Rotkelchenbrot. Der Spindelstrauch wird häufig von den 2 cm langen, gelblichen, schwarz gepunkteten Raupen der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte befallen. Der befallene Strauch ist dann in ein dichtes Gespinst eingehüllt, in dem die Raupen die Blätter fressen. Das Pfaffenhütchen ist ein wertvolles Flurgehölz für Erosionsschutz, Ufer- und Böschungssanierung. Das harte, feinfaserige Holz wird in der Drechslerei und zur Zeichenkohlegewinnung verwendet.

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Catananche caerulea, die blaue Rasselblume rasselt tatsächlich: Die trockenen Samenstände rasseln im Wind. Die Blaue Rasselblume hat einen mediterranen Verbreitungsschwerpunkt und kommt von den italienischen Küstenregionen über das östliche Frankreich bis Spanien vor. In den italienischen Alpen steigt sie an baumfreien Südhängen bis in montane Höhenlagen auf. In Nord-Afrika besiedelt Catananche caerulea die Gebirgszüge des Atlas im Westen bis nach Lybien. Sie wächst auf sonnigen, steinigen Standorten, wo sie von starkwüchsigen Pflanzen nicht zu schnell bedrängt wird. Ihre Blüten schimmern violett-rötlich.

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Epidendrum medusae stammt aus den feuchten Bergregenwäldern Ecuadors. Epidendrum heisst "auf dem Baum", davon abgeleitet ist der deutsche Name "Baumwurzler". Es ist eine Gattung von etwa 1600 Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in Mittel-und Südamerika haben. Sie sind ein wichtiges Element der Orchideenflora der Neotropis. Viele Arten leben in Humusansammlungen in Astgabeln oder finden sich bevorzugt in den Nestern baumbewohnender Ameisen. Vertreter dieser Gattung gibt es auch in Plantagen und Obstgärten. Obwohl die größte Artenvielfalt in feuchten Nebelwäldern zu finden ist, gibt es verschiedene Anpassungen an trockene Wuchsorte: Laubabwerfende Arten sowie solche mit sukkulenten Blättern oder Sprossen.

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Zinnia grandiflora, die Prärie-Zinnie, ist ein Halbstrauch aus Nordamerika. Er stammt aus dem Südwesten und dem südlichen Zentral-Nordamerika (Kansas, Oklahoma, Texas, Colorado, New Mexico, Arizona) sowie dem nördlichen Mexiko (Chihuahua, Coahuila, Sonora, Tamaulipas, Nuevo León, Zacatecas). Sie wächst auf trockenen Böden und verträgt keine Winterfeuchte, weshalb sie bei uns unter einem Dach steht. Mit ihren vielverzweigten Wurzeln befestigt sie Schotterhänge und ist gut gegen Erosion. Bei den Ureinwohnern galt sie als vielfältig verwendbare Heilpflanze.

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Die winterharte Begonie oder das Japan-Schiefblatt ist in Ostasien heimisch. In der gemässigten Klimazone ist es eher im Tiefland anzutreffen, wogegen es in den Subtropen bis auf 3.000müM aufsteigt. Die Vorkommen auf der koreanischen Halbinsel gelten als anthropogen begründet. Die Begonie besiedelt dauerhaft frische bis sickerfeuchte Stellen in lichten Wäldern, gerne an Steilufern von Waldbächen und in luftfeuchten Schluchtwäldern. Die Gattung der Begonien gehört mit 1800 Arten zu den artenreichsten Gattungen. Die meisten stammen aus tropischen Gebieten und werden bei uns als schattenverträglicher Sommerflor angepflanzt, der im Winter abstirbt.

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Anthopterus wardii, gehört zu den Heidelbeeren der Neotropis, also zur Familie der Ericaceae. Tatsächlich macht sie am Naturstandort auch blaue Beeren. Bestäubt wird sie dort wahrscheinlich von Kolibris. Sie stammt aus den Bergwäldern Ecuadors, Panamas und Kolumbiens, kann aber auch im Tiefland wachsen. Auffällig sind ihre wachsartigen, leuchtenden Blüten mit den flügelartigen Aussenblättern.

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Die Goldhaar-Aster, Aster linosyris stammt ursprünglich aus südosteuropäischen bis südrussischen Steppengebieten. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Marokko, Algerien, Süd-, Mittel- und Osteuropa und Westasien. In der Schweiz findet man sie nur selten, in den trockenen Felshängen und Flaumeichenwäldern am Jura-Südfuss und im Wallis. Vom Aussehen her unterscheidet sie sich sowohl vom Laub wie auch der Blütenform deutlich von anderen Astern. Erstens besitzt die Goldhaar-Aster nadelförmiges, feines Laub welches sie zu einer wunderschönen Strukturpflanze macht. Zweitens fehlen die den Blütenkopf umrandenden Zungenblüten. Es bleiben die goldgelben Körbchen welche verschiedene Insektenarten mit Nektar und Pollen versorgen. Sie braucht einen warmen, trockenen Standort mit durchlässigem, magerem Boden.

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Pflanzen des Monats Oktober 2026

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